Je älter wir werden, desto seltener bekommen wir zu unseren Geburtstagen oder zu Weihnachten die Geschenke, von denen wir träumen.

Vielleicht hängt es damit zusammen, dass wir mit der Zeit die Fähigkeit, das Wunderbare zu sehen und somit auch die Fähigkeit es zu schaffen, verlieren? Wir fangen an, über den Preis und die Nutzbarkeit der Geschenke, die wir schenken, zu denken und vergessen dabei, dass es bei den Geschenken überhaupt nicht darum geht, wie viel sie kosten und wie praktisch sie sind…

Vielleich werden die Geschenke, die wir uns wünschen, einfach… teurer? Oder sogar unschätzbar…

Ich weiß es nicht. Vielleicht.

Eins der besten Zeugnisse. Gesamtnote: 1,4. Es freut. Wirklich! Etwa fünf Minuten lang.

Die sich nähernde Weihnachten. Irgendwohin vorbeieilende Menschen…

* * ** * *

Der Blick aus dem Fenster.

* * *

In der Welt, in der den Romantikern die Möglichkeit, ihre Träume zu verwirklichen, genommen wird, sollte den Realisten die Fähigkeit, zu träumen, genommen werden. Es wäre fair.

Gradiente, Linien…
Allen Meistern der Vektorgrafik gewidmet.

* * *

Sanguine.

* * *

Farbfilm. Zwei zufälligerweise aufeinandergelegten Aufnahmen.

* * *

Ein Nomade in einer Wüste kann von einem Glas Wasser träumen, aber ein moderner Mensch, der in dem urbanistischen Paradis lebt und von dem selben Glas Wasser träumt ist ja lächerlich — nicht wahr?..

Schwarz-weiß Bilder diesen Sommers…

Der SchmiedDer LesendeIhre eigene Welt hinter dem weißen FadenUnsere Welt — wie erscheint sie ihnen?

— Entschuldigung, könnten Sie uns fotografieren?
\r\n— Die Glücklichen: sie können einander bewundern in der Realität, wofür brauchen sie die Fotos?
\r\n— Wir würden die Augenblicke unseres Glücks gern zur Erinnerung behalten…
\r\n— Die Augenblicke des Glücks sind einmalig. Genießen sie sie, solange sie mit ihnen sind. Wenn sie verlorengehen werden, wird nichts im Stande sein sie wiederkehren zu lassen. Nicht einmal die Erinnerungen.

»Du wartest auf die Virtuellen… Auf die Zeilen… Ähnlichen… Deswegen vielleicht… Und noch… Die Grenze… Es gibt sie immer. Immer. Aber man kann sie ja brechen… Niemand wird auf den ersten Blick den Zeilen ähnlich sein. Sogar auf den Zehnten. Nur dann, wenn die Grenze verschwinden wird.«

Zwanzig. Und der Herbst ist schon so nah…

Wie schön, dass wenigstens die Rosen keinen Misstrauen gegen den Fotografen hegen…

* * *

Man sagt, es wäre gestern der internationale Tag des Kusses…

* * *

Die Scherben der Vergangenheit. Die Gläser der zerbrochenen Spiegel.
\r\nDer Lauf des Flusses der Zeit glättet sie nicht, sondern schärft nur ihre Kanten.
\r\nIrgendwann wird er sie in feinste Flitter umwandeln, danach wird er sie in sich auflösen.
\r\nAber momentan bringt die Berührung Wonne und Schmerz.
\r\nUnd das Gefühl der Abgeschiedenheit von »jetzt« nachdem die Scherbe aus nassen Fingern entgleitet…

Gewitter. Direkt über dem Haus.

* * *

Fotografie ist eine Dienstleistung.

Es regnet. Endlich.

Biete deine Hilfe an und es wird dir leicht fallen, jemanden zu finden, der sie braucht. Es heißt aber nicht, dass es genau so leicht wird jemanden zu finden, der dich braucht.

Antonia Keinz — »Alles«
\r\nHeiner Müller — »Ich kann Dir die Welt nicht zu Füßen legen«
\r\nMascha Kaléko — »Sozusagen grundlos vergnügt«
\r\nErich Kästner — »Kleines Solo«

— Warum ist das Leben so kurz?
\r\n— Sie wurden so erschöpft. Sie können die unendliche Einsamkeit nicht aushalten.
\r\n— Wie schön…

Rainer Maria Rilke — »Ich fürchte mich so vor der Menschen Wort«

Schnee. Der Echte… Der Erste… Übrigens nicht nur er…

* * ** * *

Februar. Die ersten Krokusse…

* * *

Vielleicht ist es immer so — man bemerkt einen besonders hellen Stern am Firmament und ein bisschen später bergreift man, dass es nur irgendeiner auf einem weit-weit entfernten Planeten sich langweilt und mit einem Spiegelchen spielt…